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„VON EINEM ‚RANDSTAAT’ BIS ZUM PARTNER IN DER EUROPÄISCHEN UNION: DAS LETZTE JAHRHUNDERT DER LITAUISCH-DEUTSCHEN BEZIEHUNGEN“

Am 16. November wurde in der Botschaft der Republik Litauen in Berlin die historische Ausstellung „Von einem ‚Randstaat’ bis zum Partner in der Europäischen Union: das letzte Jahrhundert der litauisch-deutschen Beziehungen“ eröffnet. Die Ausstellung kennzeichnet das 20. Jubiläum der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Litauen. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die litauisch-deutschen Beziehungen im Zeitraum vom Anfang des letzten Jahrhunderts bis heute. Anhand der Dokumente und historischer Fotografien wird die gemeinsame Geschichte der beiden Länder erzählt: die Unabhängigkeitsbestrebungen des litauischen Volkes unter deutscher Besatzung, die Normalisierung der bilateralen Beziehungen, das Deutschlandbild in Litauen und das Litauenbild in Deutschland in der Zwischenkriegszeit sowie die Frage des Memelgebietes. Auch die Pläne des Naziregimes in besetzten baltischen Staaten und die Grausamkeiten des Zweiten Weltkriegs wie der Holocaust, Zwangsarbeit, Vertreibung und Flüchtlingsströme werden in der Ausstellung thematisiert.

Die Ausstellung wurde vom Vize-Minister des Auswärtigen der Republik Litauen Egidijus Meilūnas zusammen mit dem Sonderbeauftragter des Auswärtigen Amts der Bundesrepublik Deutschland für den Dialog zwischen den Kulturen, Botschafter Heinrich Kreft, eröffnet.

Die diplomatischen Beziehungen zwischen der Republik Litauen und der Bundesrepublik Deutschland wurden am 28. August 1991 wieder aufgenommen.