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Minister K. Budrys in Berlin: „Gemeinsam können wir ein stärkeres Europa schaffen“

Am 20. Januar traf sich der litauische Außenminister Kęstutis Budrys in Berlin mit der deutschen Bundesaußenministerin Annalena Baerbock. Es war das erste Treffen der Außenminister von Litauen und Deutschland. Die beiden Minister besprachen die bilaterale Zusammenarbeit, die Stationierung der deutschen Brigade in Litauen, die Sicherheitslage in der Region, die Unterstützung der Ukraine und Sanktionen gegen Russland.

Während des Treffens betonte der Minister, dass Litauen die deutsche Führungsrolle bei der Stärkung der Sicherheit des östlichen NATO-Flügels und das klare Engagement für die kollektive Verteidigung schätzt.


„Die Stationierung der deutschen Brigade in Litauen bis 2027 ist eine vorrangige Aufgabe der Regierung der Republik Litauen, deshalb wird Litauen alle Anstrengungen unternehmen, um die besten Bedingungen für die deutschen Soldaten und ihre Familien in Litauen zu schaffen. Die Verteidigungszusammenarbeit zwischen Litauen und Deutschland ist ein Beispiel für unsere Verbündeten. Gemeinsam können wir ein stärkeres Europa schaffen“, sagte der Minister.

K. Budrys erklärte im Gespräch, dass die derzeitigen Sicherheitsherausforderungen und die ständig wachsenden neuen Bedrohungen eine noch engere Zusammenarbeit und Konzentration der Mitgliedstaaten der Europäischen Union und der NATO erfordern. Der Minister betonte die Notwendigkeit, weiterhin in die Verteidigung zu investieren, die militärische Mobilität zu verbessern und die europäische Widerstandsfähigkeit gegenüber hybriden Bedrohungen zu stärken.

Die Außenminister von Litauen und Deutschland besprachen auch den Verlauf des Krieges Russlands gegen die Ukraine und den Bedarf an Unterstützung für die Ukraine. Laut K. Budrys wird die neue litauische Regierung den Kurs der festen und unerschütterlichen Unterstützung für die Ukraine fortsetzen, indem sie militärische, politische, wirtschaftliche und humanitäre Hilfe leistet. Der Minister betonte, dass Litauen die feste Haltung Deutschlands zur Unterstützung der Ukraine im Kampf gegen die russische Aggression mit allen Mitteln schätzt.

„Die Führungsrolle Deutschlands ist sowohl für die Stärkung der Sicherheit in Europa als auch für die Unterstützung der Ukraine von entscheidender Bedeutung. Wir müssen sicherstellen, dass die Unterstützung der Verbündeten für die Ukraine nicht nachlässt und dass das gemeinsame strategische westliche Ziel ein nachhaltiger und langfristiger Frieden ist. Es braucht auch strategische Klarheit – streben wir das Ende des Krieges Russlands in der Ukraine oder das Ende der russischen Aggression an? Der Westen muss die russische Kriegsmaschinerie durch Sanktionen stoppen und Russland zur Verantwortung ziehen“, sagte der Minister.

K. Budrys betonte, dass der Druck auf die Ukraine, aus einer schwachen Position heraus Friedensverhandlungen zu führen, inakzeptabel sei. Laut dem Außenminister ist es auch wichtig, die konsequente politische Unterstützung für die Mitgliedschaft der Ukraine in der EU und der NATO fortzusetzen. Der Minister erklärte, dass die NATO-Mitgliedschaft der Ukraine die effektivste Sicherheitsgarantie sei, die in der Lage ist, einen langfristigen Frieden und Stabilität in Europa zu gewährleisten.

In Berlin traf sich der Minister auch mit dem außen- und sicherheitspolitischen Berater des deutschen Bundeskanzlers, Jens Plötner, sowie mit Vertretern deutscher politischer Denkfabriken.