LITAUER IN OSTPREUßEN IM 17. JAHRHUNDERT: EINE BUCHVORSTELLUNG
Das Buch des evangelischen Pfarrers Theodor Lepner (um 1633–1691) aus Būdviečiai (Budwehten) bei Ragainė (Ragnit) gehört zu den ersten Schriften über die Kultur und Sprache der Litauer überhaupt. Der strenge Geistliche beschrieb in recht kritischer Weise die Lebensweise der litauischen Bauern Ostpreußens, auch um der preußischen Obrigkeit die Notwendigkeit des moralischen Einflusses der Gesetzgebung und der evangelischen Kirche darzulegen.
Die gedruckte Danziger Ausgabe aus dem Jahre 1744 galt schon vor 150 Jahren als bibliophile Rarität. In den 1970er Jahren wurde in Berlin in der Staatsbibliothek eine Handschrift dieses Werkes aus dem Jahr 1690 entdeckt, die nun als Quelle für die erste litauisch-deutsche Buchausgabe diente, die 2011 in Vilnius erschien.
Das Buch der Herausgeberin und Übersetzerin Vilija Gerulaitienė ist ein herausragendes Zeugnis der litauisch-deutschen Kulturbeziehungen in Ostpreußen.
DieVorstellung der zweisprachen Edition nach der Handschrift der Staatsbibliothek zu Berlin mit der Herausgeberin und Übersetzerin Vilija Gerulaitienė ist am 21. November 19.00 Uhr in der Botschaft der Republik Litauen in Berlin (Charitéstraße 9, 10177 Berlin-Mitte).
Eine Veranstaltung der Botschaft der Republik Litauen in Kooperation mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa und dem Litauischen Institut für Geschichte.