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Litauen – Musterschüler in Fragen der Gleichstellungspolitik in Europa

Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der EU-Erweiterung fand am 9. Dezember in Berlin das erste Europäische Frauenforum statt. Unter dem Titel „10 Jahre, 10 Länder, 10 Geschichten“ war das Konferenzprogramm der Diskussion über die Geschlechtergerechtigkeit und Gleichstellungspolitik in Europa gewidmet. An der internationalen Konferenz, die von der Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig eröffnet wurde, nahm auch der litauische Vizeminister für Arbeit und Soziales Laisvūnas Bartkevičius teil. In seiner Ansprache an das prominente Publikum stellte der Vizeminister die langen Traditionen der  Gleichstellungspolitik in Litauen vor und hob die seit dem Beitritt zur Europäischen Union erzielten Fortschritte hervor.

Der Vizeminister Bartkevičius erinnerte daran, dass Litauen bereits 1920 das Prinzip der Gleichberechtigung von Frauen und Männer verfassungsrechtlich festschrieb und kurz davor - im Jahr 1918 - das allgemeine Wahlrecht für Frauen einführte.

Mit Blick auf die heutige Situation betonte Herr Bartkevičius ausdrücklich, dass Frauen in Litauen zurzeit 40 Prozent aller Führungskräfte stellen. Auch die höchsten politischen Ämter des Landes, wie die der Staatspräsidentin und der Parlamentspräsidentin, werden in Litauen von Frauen ausgeübt.

Dem Vizeminister Bartkevičius zufolge, sei es kein Zufall, dass das Europäische Institut für Gleichstellungsfragen im Jahre 2006 in Litauen gegründet wurde und dass die litauische Präsidentin Dalia Grybauskaitė in diesem Jahr zur Vorsitzenden des Councils of Women World Leaders gewählt wurde.

„Das Modell der Gleichstellung von Frauen und Männern in den Baltischen Ländern steht den best-practice-Beispielen der nordischen Länder nahe“ – so das Resümee des litauischen Vizeministers.

Veranstalter des Europäischen Frauenforums waren die Botschaft der Republik Slowenien, die Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte.