*alt_site_homepage_image*
de
lt

K. Budrys auf dem Litauen-Deutschland-Forum in München: Unser Ziel ist mehr Deutschland in Litauen und mehr Litauen in Deutschland

Am 7. März nahm der Außenminister Litauens, Kęstutis Budrys, im Rahmen seines Arbeitsbesuchs in München am litauisch-deutschen Forum in München teil.

In seiner Rede betonte der litauische Diplomatieführer, dass die bilaterale Zusammenarbeit zwischen Litauen und Deutschland auf gemeinsamen Werten und Interessen basiert und dass sich die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen intensiv ausweiten. Auch die Zusammenarbeit zwischen Nichtregierungsorganisationen und Partnerschaften zwischen verschiedenen Städten und Regionen wird gepflegt.

„Unser Ziel ist es, mehr Deutschland in Litauen und mehr Litauen in Deutschland zu haben“, sagte der Minister.

Der Minister hob hervor, dass die historische Entscheidung Deutschlands, bis 2027 eine Brigade in Litauen zu stationieren, eine strategische Bedeutung für die Verstärkung der Sicherheit Litauens, der baltischen Region und des östlichen NATO-Flügels sowie der kollektiven Verteidigung hat.

„Wir sind Deutschland dankbar für die Führung und das starke Engagement in der kollektiven Verteidigung. Dies ist ein ehrgeiziges und für beide Länder wichtiges Projekt. Litauen wird alle notwendigen Schritte unternehmen, damit dieses beispiellose Projekt pünktlich und qualitativ umgesetzt wird. Wir sind fest entschlossen, die besten Bedingungen für die deutschen Soldaten und ihre Familien zu schaffen und die erforderliche militärische Infrastruktur vorzubereiten“, sagte K. Budrys.

Laut dem litauischen Diplomaten bietet die Stationierung der deutschen Brigade in Litauen die Möglichkeit, die bilateralen Beziehungen zwischen Litauen und Deutschland auf ein noch höheres strategisches Niveau zu heben – von zusätzlichen Investitionen bis hin zu intensiveren Verbindungen zwischen den zivilgesellschaftlichen Organisationen Litauens und Deutschlands.

In seiner Rede betonte der Minister, dass Europa mehr denn je die Führung Deutschlands benötigt. Laut K. Budrys bestimmt die Sicherheit unserer Region die zukünftige Sicherheit Europas.

„Die Sicherheit der Ukraine ist die Sicherheit Europas. Die Mobilisierung vollständiger Unterstützung – politisch, diplomatisch, finanziell und militärisch – für die Ukraine ist von entscheidender Bedeutung. Die Ukraine zu stärken, Russland zu schwächen und die Verteidigungsfähigkeiten Europas zu stärken, sind unsere wichtigsten Aufgaben“, sagte K. Budrys.

Der litauische Diplomatieführer betonte, dass es notwendig ist, einen gerechten und langfristigen Frieden in der Ukraine anzustreben und dass dies nur durch das Stoppen der russischen Aggression möglich sei. Laut K. Budrys müssen die Ursachen der russischen Aggression betrachtet werden, die in den imperialistischen Ambitionen dieses Landes liegen.

K. Budrys betonte, dass die sich schnell verändernde geopolitische Lage zeigt, dass wir die bilaterale Zusammenarbeit zwischen Litauen und Deutschland in der Verteidigungsindustrie und in strategischen Sektoren verstärken müssen. Der Minister teilte mit, dass der deutsche Konzern „Rheinmetall AG“ bald eine Artilleriemunitionfabrik in Litauen bauen wird – Investitionen von mehr als 260 Millionen Euro und mehr als 150 neue Arbeitsplätze werden geschaffen. Laut dem litauischen Diplomaten braucht Litauen mehr solcher Projekte wie dieses.

Das Ziel des „Litauisch-Deutschen Forums“ ist es, direkte gesellschaftliche und persönliche Beziehungen zwischen führenden Persönlichkeiten und bekannten Akteuren beider Länder in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Bildung und Kultur zu entwickeln, die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Regionen Litauens und Deutschlands zu fördern und verschiedene Projekte in Litauen und Deutschland zu initiieren, die auf die Förderung stärkerer Beziehungen zwischen beiden Ländern abzielen und somit zur Schaffung eines stärkeren und fortschrittlicheren Europas beitragen. In den letzten Jahren fanden die Veranstaltungen des „Litauisch-Deutschen Forums“, das 2005 ins Leben gerufen wurde, in Vilnius statt, doch in diesem Jahr wurde beschlossen, die Konferenz in der bayerischen Landeshauptstadt München abzuhalten, wo das Generalkonsulat der Republik Litauen eröffnet wurde.