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Invest Lithuania: ITK-Sektor boomt in Litauen

Vilnius/Frankfurt, 30. September 2015 – Litauens Sektor für Informations- und Kommunikationstechnologie (ITK) zieht zunehmend Investoren an: Ausländische Direktinvestitionen in diesen Bereich haben Statistik Litauen zufolge zwischen 2008 und 2013 um 13 % zugenommen.

Die Anzahl der Unternehmen stieg in dieser Zeit um 47 %. Immer mehr internationale IT-Unternehmen oder auf IT-Expertise angewiesene Betriebe siedeln in dem baltischen Land an, etwa Google und Nasdaq. Mittlerweile sind 13 der 20 weltweit größten IT-Konzerne in Litauen vertreten. Dem Wirtschaftsmagazin Forbes zufolge zählt das baltische Land auch für Startups zu der Top 7 der wichtigsten Hubs in Europa, darunter Berlin und London. So wurde GetJar, eines der weltweit führenden Verkaufsportale für Apps, in Litauen gegründet. Weitere erfolgreiche Unternehmen mit litauischen Ursprung sind etwa Vinted, die Mutterfirma der Second-Hand-Plattform Kleiderkreisel, und Pixelmator, das eine Bildbearbeitungsapp für Betriebssysteme von Apple entwickelt.

Hoher Ausbildungsstandard – Wettbewerbsvorteil Gehalt Die Basis für den expandierenden ITK-Sektor Litauens sind insbesondere gut ausgebildete Fachkräfte. 55 % der ausländischen Investoren wählen das baltische Land der Informationsbank fDi markets zufolge aufgrund seines Talentpools. Zu den 26.000 Beschäftigten in der litauischen ITK-Industrie kommen jedes Jahr weitere 1.600 gut ausgebildete Universitätsabsolventen hinzu. Die Ausbildungsqualität litauischer Mathematiker und Naturwissenschaftler ist hoch. Litauen liegt im IMD World Competitiveness Ranking – einem internationalen Referenzwerk in der Bewertung von Wirtschaftsstandorten – auf Rang 23, und damit noch vor den USA auf Platz 51 von 144 untersuchten Regionen. Trotz der guten Ausbildung sind die Personalkosten in dem baltischen Land im europäischen Vergleich niedrig. Das Durchschnittsgehalt eines Softwareentwicklers in Vilnius liegt dem Informationsunternehmen Payscale zufolge bei knapp 20.000 €. Ein Projektmanager verdient durchschnittlich ungefähr 32.000 €.

Technologische Infrastruktur Litauen bietet Unternehmen zudem eine wettbewerbsfähige IT-Infrastruktur. So führt das baltische Land bereits zum sechsten Mal in Folge das „Fiber to the home“-Ranking (FTTH) an. Das FTTH-Ranking misst die Verfügbarkeit von Breitband-Internetanschlüssen mit  Glasfasertechnologie. Darüber können selbst große Datenmengen schnellstmöglich verschickt werden. Auch das öffentliche WiFi am Flughafen von Vilnius besticht durch Geschwindigkeit. Lediglich die Flughäfen von Bangkok, Chattanooga (USA) und Dublin weisen im weltweiten Vergleich der Organisation Rotten Wi-Fi zufolge eine größere WiFi-Downloadgeschwindigkeit auf.

“Mit hervorragend ausgebildeten Fachkräften und einer zukunftsweisenden technologischen Infrastruktur wollen wir unseren Status als europäischer Hub für IT-Unternehmen weiter ausbauen“, erläutert Mantas Katinas, General Manager der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Invest Lithuania. „Dafür investieren wir auch massiv in Bildung, denn das Wachstum basiert auf jungen Talenten. Unsere Universitäten haben dieses Jahr 40 % mehr Studenten für IT-Studiengänge zugelassen, weitere 30 % sollen im kommenden Jahr 2016 dazukommen.“