IN LITAUISCH-DEUTSCHEN KONSULTATIONEN IN BERLIN WURDEN DIE HERAUSFORDERUNGEN DER ENERGIESICHERHEIT IN LITAUEN UND DER REGION BESPROCHEN
Der Vize-Minister des Auswärtigen der Republik Litauen, Egidijus Meilūnas, hat zusammen mit deutschen Beamten am 16. November in Berlin bilaterale Konsultationen geführt. In Konsultationen wurden die Herausforderungen der regionalen Energiesicherheit und laufende Energieprojekte besprochen und der verantwortungsvolle Umgang Litauens mit Atomkraft betont.
In Berlin hat der Vize-Minister Meilūnas mit der Staatssekretärin im Auswärtigen Amt, Emily Haber, und dem Staatssekretär beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Jochen Homann, getroffen.
Egidijus Meilūnas hat auf die Litauens Bemühungen in den Bereichen erneuerbare Energien, Informationstechnologien und Forschung hingewiesen und deutsche Unternehmer aufgerufen, in diesen Bereichen in Litauen zu investieren.
Auch die EU-Themen wie die mit dem Euro verbundenen Herausforderungen und die Vorbereitung für die Haushaltsverhandlungen für den Finanzrahmen 2014-2020 wurden besprochen. Vize-Minister Meilūnas hat hervorgehoben, dass der künftige EU-Haushalt so geplant werden sollte, dass die am wenigsten entwickelten EU-Staaten nicht diskriminiert würden.
Laut E. Meilūnas ist der Kommissionsvorschlag die Finanzierung für die Schließung der Ignalina Atomkraftwerk zu senken für Litauen unakzeptabel. Die deutschen Vertreter haben gesichert, dass sie für einen konstruktiven Dialog bereit sind.
Auch der geplante Bau zwei neuer Atomkraftwerke an Grenzen zu Litauen wurde vom Vize-Minister Meilūnas thematisiert. Meilūnas zufolge besteht es Zweifel, ob die geplanten Kraftwerke die internationalen Sicherheits- und Umweltstandards entsprechen.
Deutschland, der zweitgrößte Handelspartner und der drittgrößte Investor in Litauen, ist einer der wichtigsten Partner Litauens in der EU und der NATO.