ERÖFFNUNGSFEIER DER LITAUISCHEN EU-RATSPRÄSIDENTSCHAFT IN BERLIN
Zusammen mit den Vertretern der Bundesregierung und der Stadt Berlin, Mitgliedern des Diplomatischen Corps und der litauischen Gemeinde sowie Freunden Litauens wurde am 1. Juli im Roten Rathaus der Auftakt der litauischen EU–Ratspräsidentschaft gefeiert.
Die Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft durch Litauen wird in Deutschland häufig vor dem Hintergrund der erfolgreichen Überwindung der Wirtschaftskrise gesehen. Das ist einer der Gründe, warum von der litauischen Präsidentschaft neue Impulse für die weitere Integration Europas erwartet werden. Auch die an der von der litauischen Botschaft organisierten Eröffnungsveranstaltung teilgenommenen Gäste zeigten sich zuversichtlich hinsichtlich der litauischen EU-Präsidentschaft.
So hob die Staatssekretärin des Berliner Senats, Frau Hella Dunger-Löper, die Erfahrungen Litauens bei der Wiederbelebung des wirtschaftlichen Wachstums hervor und wies auf eine starke Unterstützung seitens der litauischen Bevölkerung für das Projekt der europäischen Einigung hin.
Der litauische Botschafter in Berlin, Herr Deividas Matulionis, betonte seinerseits, dass Litauen, so wie die anderen EU-Mitgliedstaaten, eine starke Europäische Union brauchen. „Frieden und Sicherheit einerseits und wirtschaftlicher Wohlstand andererseits machen die Essenz des Europäischen Einigungswerkes aus“, so Matulionis.
Während Irland an dem festlichen Abend für seine fruchtbare EU-Ratspräsidentschaft gelobt wurde, gratulierte man Kroatien zum Beitritt in die Europäische Union.
Die Eröffnung der litauischen EU- Ratspräsidentschaft in Berlin wurde vom künstlerischen Programm begleitet. Eine Ausstellung „Poetische Dokumente“ im Roten Rathaus lud die Gäste zur visuellen und poetischen Reise durch Litauen ein. „Kremerata Baltica“, ein Orchester von jungen Musikerinnen und Musiker aus den drei Baltischen Staaten, und der weltweit berühmte Orchesterleiter und Geiger Gidon Kremer spielten Musikwerke der zeitgenössischen litauischen und ausländischen Komponisten. Einzigartige Musik und positive Energie hinterließen bei den Zuhörern einen tiefen Eindruck.
Am 2. Juli wurde dann in der irländischen Botschaft das „EU-Ratspräsidentschaftsfahrrad“ dem litauischen Botschafter überreicht. Das Fahrrad stellt ein Symbol der EU-Ratspräsidentschaft dar und wird für ein halbes Jahr der Botschaft des EU-Vorsitzlandes anvertraut.
An dem gleichen Tag hielt der Botschafter Matulionis im Bundesministerium der Finanzen zudem einen detaillierten Vortrag über Litauen, seine Geschichte und Wirtschaft sowie stellte die Prioritäten der litauischen EU-Ratspräsidentschaft vor. Die Teilnehmer der Veranstaltung zeigten ein großes Interesse an den Plänen Litauens, der Eurozone beizutreten, und wollten ausführlich über die erfolgreiche Überwindung der Wirtschaftskrise in Litauen erfahren. Zu den weiteren wichtigen Diskussionsthemen gehörten die Bemühungen Litauens bei der Erhöhung von Energieunabhängigkeit und die litauische Haltung in Bezug auf die europäische Integration der Ukraine.