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EINLADUNG ZUR PRÄSENTATION DER ERINNERUNGEN VON JUOZAS GABRYS

Vor 100 Jahren brach der Erste Weltkrieg aus. Millionen Menschen wurden Opfer der imperialistischen Politik der europäischen Großmächte. Schuld daran trifft auch die Diplomaten, die sich nicht mehr verständigen konnten oder wollten – eine Situation, die gerade jetzt wieder aktuell ist. Wie sich damals die kriegführenden Staaten mit den Nationalitätenbewegungen in Mittel- und Osteuropa auseinander setzten, steht in den Erinnerungen des litauischen Politikers und Agenten Juozas Gabrys.

Prof. Eberhard Demm und Dr. Christina Nikolajew, unter Mitarbeit von Nathalie Chamba, veröffentlichten im Jahr 2013 die Erinnerungen von Juozas Gabrys auf Deutsch.

Das Buch „Auf Wache für die Nation“ wird präsentiert am 16. Juni um 18:30 Uhr in der Botschaft der Republik Litauen, Charitéstr. 9, 10117 Berlin.

Begrüßung: Deividas Matulionis, Botschafter der Republik Litauen

Präsentation des Buches:

Eberhard Demm, o. Professor i.R. der Universität Lyon III, jetzt Forschungszentrum CERAAC der Universität Grenoble III

Christina Nikolajew, Dr. phil., Mitherausgeberin der „Annaberger Annalen über Litauen und deutsch-litauische Beziehungen“

Nathalie Chamba, M.A., wiss. Mitarbeiterin.

Anmeldung bis zum 12. Juni 2014 per Email info-botschaft@mfa.lt, Fax 030 890 681 15, oder telefonisch 030 890 681 0.

In seinen Erinnerungen enthüllt ein ethnischer Unternehmer, wie er sich ab 1911 für die Befreiung der unterdrückten Nationalitäten Europas einsetzte, im Ersten Weltkrieg als Agent des Auswärtigen Amtes für die Befreiung Litauens von der russischen Herrschaft agitierte und wie er schließlich zwischen den deutschen Annexionswünschen und den großpolnischen Plänen der Alliierten jonglieren musste: massive Propagandakampagnen, schwierige protodiplomatische Verhandlungen, Spionage, Intrigen, trickreiche Geldbeschaffung und Pressebestechung gehörten zu seinem Repertoire. Besonders informativ sind die auf Grund seines Tagebuchs wortgetreu überlieferten Gespräche mit deutschen, alliierten und litauischen Politikern, Diplomaten, Offizieren, Emissären und Agenten, wie sie in den Ministerialakten zumeist nur resümiert werden.