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EHRUNG DES LITAUISCHEN NATIONALDICHTERS KRISTIJONAS DONELAITIS AN DER HUMBOLDT-UNIVERSITÄT

Anlässlich des 300. Geburtstages des ostpreußischen Pfarrers und litauischen Nationaldichters Kristijonas Donelaitis (Christian Donalitius, 1714-1780) veranstaltet die Humboldt-Universität zu Berlin in Zusammenarbeit mit der Botschaft der Republik Litauen, dem Deutsch-Litauischen Forum e. V. und dem Deutschen Kulturforum östliches Europa e. V. vom 5.-7. März 2014 eine internationale Fachtagung.

Zum Tagungsauftakt findet am 5. März 2014 an der Humboldt-Universität eine Festveranstaltung im Beisein des Botschafters der Republik, Litauen Deividas Matulionis, statt.

Im Zusammenhang mit der Tagung wird am 6. März 2014 in der Litauischen Botschaft eine Ausstellung des litauischen Fotografen Arturas Valiauga, der in Ostpreußen auf seine Weise den Spuren von Kristijonas Donelaitis gefolgt ist, eröffnet.

Kristijonas Donelaitis, der in Lasdinehlen (Lazdynėliai) bei Gumbinnen (Gumbinė) geborene und später sein ganzes Leben als evangelischer Pfarrer der deutschen und litauischen Gemeinde in Tollmingkehmen (Tolminkiemis) wirkende Zeitgenosse Kants gilt als Begründer der litauischen schöngeistigen Literatur. Sein Hauptwerk bilden die erst posthum erschienenen und unter dem Titel Metai (Die Jahreszeiten) bekannt gewordenen vier Idyllen Frühlingsfreuden, Sommermühen, Herbstfülle und Wintersorgen. Anders als die im 18. Jahrhundert populäre bukolische Dichtung entbehren die Verse des Donelaitis jeglicher Idealisierung des Landlebens. Vielmehr zeichnet er ein Bild des von Mühsal geprägten Lebens der preußisch-litauischen Scharwerksbauern und ihrer bescheidenen Alltagsfreuden im jahreszeitlichen Wandel.

Der musisch gebildete und vielseitig begabte Poet war zu Lebzeiten auch als geschickter Mechanikus bekannt, dessen geschliffene Gläser, Barometer und Klaviere in ganz Preußen geschätzt waren. Darauf nimmt Johannes Bobrowski mit dem Titel Litauische Claviere seiner 1965 erschienenen Hommage an Kristijonas Donelaitis Bezug.

Weitere Informationen unter: https://www2.hu-berlin.de/indogermanistik/allgemein/donelaitis.php

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