Die Geschichte Litauens widerspiegelnde Erinnerungen von Juozas Kazickas sind auf Deutsch erschienen
Die Erinnerungen des litauischen Unternehmers und Philanthropen Juozas Kazickas (1918-2014) sind in deutscher Sprache erschienen. In dem Buch geht es um seinen turbulenten Lebensweg, der, laut dem Botschafter der Republik Litauen Deividas Matulionis, eindrücklich das historische Schicksal und das starke Streben seines Heimatlandes nach Freiheit und Unabhängigkeit widerspiegelt.
Mit solchen Worten eröffnete der Botschafter die Vorstellung des Buches „Wege der Hoffnung. Flucht, Emigration und Rückkehr in ein freies Litauen“, die am 23. April in der litauischen Botschaft in Berlin stattfand.
Elisabeth Simon, Leiterin des Simon-Verlags für Bibliothekswissen, in dem das Buch veröffentlicht wurde, betonte in ihren einführenden Worten, dass der Lebensweg der Familie Kazickas von der russischen Steppe bis zu den USA die ganze Geschichte der Besatzungen und Unabhängigkeit Litauens kennenlernen helfe.
An der Veranstaltung nahm auch der literarische Koautor des Buches Valdas Bartasevičius teil. Er erinnerte sich an Kazickas als einen Mann, in dessen Leben die geistigen Werte, Verbindung an das Heimatland und Familie immer eine große Rolle spielten.
Juozas Kazickas wurde in 1918 im russischen Exil, Gebiet Saratow geboren. In 1922 kehrte seine Familie zurück nach Litauen. Am Ende des Zweiten Weltkriegs flüchtete er mit seiner Ehefrau und Tochter zuerst nach Deutschland und dann in die Vereinigten Staaten, wo er ein erfolgreiches Geschäft gründete. In 1991, 35 Jahre nach seiner Emigration, kam er wieder zurück nach Litauen und eröffnete dort unter dem Name „Litcom“ das erste Telekommunikationsunternehmen in den Baltischen Staaten. Kazickas hat nie die emotionale Bindung an sein Heimatland verloren und hat sich stets große Mühe gegeben, um die Souveränität Litauens zu stärken.
Seine Autobiographie wurde auf Litauisch erstmals in 2002 veröffentlich, die zweite Ausgabe ist in 2013 erschienen.