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DIE BEWEGENDE GESCHICHTE DER OSTPREUSSISCHEN “WOLFSKINDER” JETZT IM KINO

Die bisher wenig bekannte Geschichte der verwaisten ostpreußischen Kinder, die am Ende und nach dem Zweiten Weltkrieg ums Überleben kämpfen mussten, gewinnt immer mehr an gesellschaftlicher Aufmerksamkeit. Der Debütfilm “Wolfskinder” des deutschen  Regisseurs Rick Ostermann wird seit dem 28. August in mehreren Großstädten Deutschlands gezeigt.

Der in Litauen gedrehte Film erzählt von Kindern, die aufgrund der Kriegswirren ohne Eltern blieben. Dabei wird ihr Kampf ums Überleben und Flucht in das nachbarschaftliche Litauen dargestellt.

Am Ende des Krieges und in den ersten Nachkriegsjahren wanderten schätzungsweise 5000 Kinder nach Litauen und fanden Unterschlupf in den litauischen Familien.

Um die dramatischen Umstände der Flucht und der Suche nach einer Unterkunft in einem fremden Land darzustellen, wählt der Regisseur eine kreative Bildsprache, indem er die faszinierenden Landschaften Litauens mit psychologischen Porträts der Filmprotagonisten verknüpft.

Der in Litauen bereits angelaufene Film zieht nicht nur in Deutschland ein breites Publikum an. Auch bei unterschiedlichen Filmfestivals ist „Wolfskinder“ präsent. Er wurde bereits letztes Jahr bei den Internationalen Filmfestspielen in Venedig gezeigt. Dieses Jahr erhielt der Film den Friedenspreis des deutschen Films.

„Wolfskinder“ wurde von der Bundesstiftung „Flucht, Vertreibung und Versöhnung“ mitfinanziert. Deren Direktor, Manfred Kittel, sagte nach der Aufführung in Berlin am 9. September: ,,Dieser Film bringt zum Ausdruck, was die Geschichte und die große Politik verborgen hielten”. Der Film gehe nicht auf das Thema der Schuld und Verantwortung ein, sondern zeige das Leid der unschuldigen Menschen, so Kittel.