‚DIE BEIDEN SEITEN DER LEERE’ – AUSSTELLUNG DER LITAUISCHEN ZEITGENÖßISCHEN KUNST IN BERLIN
In Kooperation mit der Botschaft der Republik Litauen mit der Berliner „Werkstattgalerie“ wird am 16. Februar um 19 Uhr die Ausstellung der litauischen Künstler „Die beiden Seiten der Leere“ eröffnet. Kurator der Ausstellung Ignas Kazakevicius erklärt, daß Leere er als Begrifflichkeit der Dinge versteht. ‘Als Gegenwart des Menschen. Als soziales Vakuum. Als Möglichkeit des Neubeginns. Leere als Beziehung. Leere als Freiheit.’
Zur Ausstellung kommen die neuesten Arbeiten der Malerin Agnė Jonkutė, der Installationskünstler Bronė Neverdauskienė und Monika Žaltauskaitė–Grašienė sowie des Photographen Remigijus Treigys. Trotz der Vielzahl an Objekten, Bildern, Photographien ist der Raum eines jeden Künstlers als ein Werk zu verstehen. Drei Sphären – drei Werke, drei Versionen der Leere – reflektieren zwei Auffassungen von Leere: als physische und als implizierte. Die Künstler beleuchten die Leerezustände unter Verwendung und Transformation des Mediums Photographie. Mit seiner immer weiter verfeinerten Technik photographiert Remigijus Treigys seit 15 Jahren die Nahtstellen von Kultur und Natur, hält die Splitter, Bruchstücke, Trümmer des Äthers in der Leere dazwischen fest. Agnė Jonkutė bannt auf Leinwand, was das Objektiv einer Kamera aus der Zwischenkriegszeit von Eisenbetonwänden oder einem verwaschenen Vorhang aufsammelt. Und Bronė Neverdauskienė und Monika Žaltauskaitė–Grašienė „verwandeln“ menschliche Geschichte auf Haut mithilfe des Jacquardwebstuhls in gemusterte Webereien und weiter in überraschende Objekte.

Die künstlerischen Taktiken der Autoren enstprechen nach Kurator Ignas Kazakevičius ganz dem Motto der Ausstellung „Alles, wovon Gott sich abwendet ist menschlich, was der Mensch in Ruhe lässt, ist perfekt“.
Projektpartner: Litauische Botschaft in Berlin
Vernissage: 16. 2. 2012, 19:00.
Ausstellung: 16. 2. – 17. 3. 2012
www.werkstattgalerie.org