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BUCHVORSTELLUNG DES EVANGELISCHEN PFARRERS IN OSTPREUSSEN AUS DEM 17. JAHRHUNDERT

Am 24. September findet die Vorstellung der zweisprachigen Edition des Buches „Der preusche Littau/Prūsų lietuvis" in der Stadtbibliothek Bremen statt. Das Buch „Der preusche Littau" des evangelischen Pfarrers Theodor Lepner (um 1633–1691) aus Budwethen (Būdviečiai) bei Ragnit (Ragainė) gehört zu den ersten Schriften über die Kultur und Sprache der Litauer überhaupt. Der strenge Geistliche beschrieb in recht kritischer Weise die Lebensweise der litauischen Bauern in Preußen, auch um der preußischen Obrigkeit die Notwendigkeit des moralischen Einflusses der Gesetzgebung und der evangelischen Kirche darzulegen.

 

Die gedruckte Danziger Ausgabe aus dem Jahre 1744 galt schon vor 150 Jahren als bibliophile Rarität. In den 1970er Jahren wurde in Berlin in der Staatsbibliothek eine Handschrift dieses Werkes aus dem Jahr 1690 entdeckt, die nun als Quelle für die erste litauisch-deutsche Buchausgabe diente, die 2011 in Vilnius erschien.

Das Buch der Herausgeberin und Übersetzerin Vilija Gerulaitienė ist ein herausragendes Zeugnis der litauisch-deutschen Kulturbeziehungen in Preußen.

Gemeinsame Veranstaltung des Vereins "Informationszentrum Baltische Staaten e.V." (INFOBALT), der Stadtbibliothek Bremen, der Botschaft der Republik Litauen, des Litauischen Instituts für Geschichte, des Kulturforums Östliches Europa, der Landmannschaft Westpreußen & Ostpreußen e.V. in Bremen und des Kulturministeriums Litauens

Dienstag, 24.September 2013, 19.00 Uhr. Stadtbibliothek Bremen, Wall-Saal (Eingang außen). Eintritt frei.