*alt_site_homepage_image*
de
lt

Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit im Fokus des Besuchs der litauischen Vizeministerin für Wirtschaft in Stuttgart und Berlin

Vom 6.-8. April stellt die litauische Vizeministerin für Wirtschaft, Rasa Noreikienė, Investitionsmöglichkeiten in Litauen und vielversprechende Industriebranchen des Landes vor. Die Vizeministerin erörtert außerdem die Möglichkeiten, das System der dualen Ausbildung in Litauen anzuwenden. Während ihrer Visite trifft sich R. Noreikienė mit Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Matthias Machnig, Minister für Finanzen und Wirtschaft in Baden-Württemberg, Nils Schmid, sowie mit den Vertretern aus dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag, dem Bundesverband der Deutschen Industrie, den Industrie- und Handelskammern Stuttgart und Böblingen und den deutschen Unternehmen.

Zusammen mit der Vizeministerin für Wirtschaft R. Noreikienė nehmen an den Treffen der litauische Botschafter in Deutschland, Deividas Matulionis, sowie Vertreter aus dem Litauischen Industrie-, Handels- und Handwerkskammertag, der Kaunasser Industrie-, Handels- und Handwerkskammer, dem Litauischen Industriellenverband, litauischen Forschungsinstitutionen und Unternehmen teil.

Laut R. Noreikienė, sind die hohe Qualität und Qualifikation besitzenden Arbeitskräfte Litauens und die günstige geographische Lage des Landes die Gründe, weshalb Litauen zu einem attraktiven Land für Start-ups und für den Ausbau der kleinen und mittleren Unternehmen wird. Darüber hinaus kann Litauen ein hochentwickeltes Infrastrukturnetz, ausgewiesene Kompetenzen und Erfahrungen in Bedienung verschiedener Märkte sowie gut ausgebaute Logistik anbieten.

„Litauische Unternehmen des Industrieingenieurwesens könnten Aufträge der deutschen Unternehmen ausführen und der litauische IT-Sektor könnte mit den deutschen Unternehmen desselben Sektors zusammenarbeiten. Deutsche Banken und Dienstleistungsunternehmen könnten aufgrund günstiger geschäftlicher Bedingungen ihre Bankenfilialen oder Dienstleistungszentren in Litauen eröffnen“, betont die Vizeministerin für Landwirtschaft.

„Litauische Chemieindustrie produziert Düngemittel der höchsten Qualität und im Export der Düngemittel belegt Litauen den dreizehnten Platz weltweit. Der Sektor der litauischen Biowissenschaften ist einer der modernsten in Mittel- und Osteuropa. Biotechnologien und Laserindustrie sind einige der wichtigsten Branchen der Biowissenschaften, die sich in ausländischen Märkten etablieren und weltweit konkurrenzfähig sind. Unternehmen für Informations- und Kommunikationstechnik können dem deutschen Markt Lösungen für Enterprise Information Management anbieten und Holzbearbeitungs- und Möbelindustrie bietet qualitative Möbel und Produktion der Zimmerer und der Tischler“, sagt die Vizeministerin für Landwirtschaft.

Deutschland ist einer der wichtigsten Wirtschaftspartner Litauens. In den letzten fünf Jahren wuchs der bilaterale Handel zwischen Litauen und Deutschland ständig. Im Vergleich zu 2011 war der Umsatz des bilateralen Handels 2015 13,6 % höher und betrug 4,71 Milliarden €. 2015 wuchs der litauische Export nach Deutschland um 1,8 % und zählte 1,8 Milliarden €. Aus Litauen wurden nach Deutschland vor allem Chemieprodukte (12,6 %), Tiere und Tierprodukte (11,4 %) sowie Industrieproduktion (11,2 %) exportiert. Die wichtigsten Importgüter aus Deutschland 2015 waren Maschinen und Anlagen (26,8 %), Kraftfahrzeuge (17,8 %) und Chemieproduktion (10,5 %).

Am Ende des Jahres 2015 beliefen sich die deutschen Direktinvestitionen in Litauen auf 1,28 Milliarden €. Deutsche Unternehmen führten im Zeitraum vom 2003 bis 2015 46 Projekte mit Direktinvestitionen durch. Die meisten Projekte – 17 – wurden im Bereich Verkauf und Marketing realisiert, 14 wurden in der Produktion und 10 im Logistik- und Transportsektor umgesetzt. Am Ende des Jahres 2015 erreichten die litauischen Direktinvestitionen in Deutschland den Wert von 9,6 Millionen €.