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Auftaktveranstaltung zu der Litauischen Jubiläumsfeier in Berlin

erstellt 2018.02.02 / Aktualisiert 2018.02.02 15:41
    Auftaktveranstaltung zu der Litauischen Jubiläumsfeier in Berlin

    Am 1. Februar wurde im Rahmen einer Podiumsdiskussion in der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin das neu erschienene Buch „Hundert Jahre deutsch-litauische Beziehungen“ vorgestellt. Die Veranstaltung bildete den Auftakt zu dem Jubiläum Litauens anlässlich der Wiederherstellung seiner Staatlichkeit vor hundert Jahren.

    In ihren Grußworten würdigten Dr. Hans-Gert Pöttering, Präsident des Europäischen Parlaments a.D. und ehemaliger Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung, Darius Semaška, Botschafter der Republik Litauen, sowie Knut Abraham, der u.a. für die baltischen Staaten zuständige Referatsleiter im Bundeskanzleramt, die Leistungen der Autoren Enrico Seewald und Matthias Dornfeldt und hoben die Bedeutung des Buches für die Förderung eines noch besseren Verständnisses zwischen Litauen und Deutschland hervor.

    Botschafter Semaška erinnerte an die jahrhundertelangen historischen Gemeinsamkeiten zwischen den Völkern Litauens und Deutschlands sowie die bedeutende Rolle Deutschlands bei den Kämpfen des litauischen Volkes um seine Freiheit. „Wie vor hundert Jahren bei der Wiederherstellung der litauischen Unabhängigkeit, so spielt auch heute Deutschland eine entscheidende Rolle. Damals half Deutschland, uns vor den Angriffen der Roten Armee zu schützen. Heute spielt Deutschland eine zentrale Rolle im Rahmen der Verstärkten Vornepräsenz der NATO in Litauen“, sagte der Botschafter.

    Im Rahmen der Podiumsdiskussion diskutierten die Buchautoren mit Deividas Matulionis, außenpolitischem Berater des Litauischen Premierministers, Prof. Wolfgang von Stetten, Honorarkonsul der Republik Litauen in Baden-Württemberg, sowie Prof. Dr. Joachim Tauber, Vorsitzenden des Deutsch-Litauischen Forums e.V., über die wichtigsten Momente der deutsch-litauischen Beziehungen und gingen dabei der Frage nach, ob die gemeinsame Geschichte als eine Lehre für die Zukunft dienen kann. Deividas Matulionis erinnerte in seinen Ausführungen auch an die dunklen Kapitel der gemeinsamen Vergangenheit und betonte, dass die deutsch-litauischen Beziehungen nach der Wiedererlangung der Unabhängigkeit Litauens ihr goldenes Zeitalter erleben. Ihm zufolge sollten diese Beziehungen jedoch nicht nur fortgesetzt, sondern auch weiter ausgebaut werden.

    In seinem Schlusswort stellte der Herausgeber und Präsident der PRUSSIA-Gesellschaft e.V., Hans-Jörg Froese, die in Zusammenarbeit mit litauischen Partnern erfolgreich abgeschlossenen Projekte vor und hob die Bedeutung der multinationalen Vorgehensweise bei der Aufarbeitung der gemeinsamen Gesichte hervor.

    Das anlässlich des litauischen Jubiläums in dem Verlag „Husum“ erschienene Buch „Hundert Jahre deutsch-litauische Beziehungen“ ist die erste Gesamtdarstellung zum deutsch-litauischen Verhältnis in der Zeitspanne von der ersten Erwähnung des Namens Litauen in den Quedlinburger Annalen 1009 bis zur Wiederherstellung der diplomatischen Beziehungen vor 27 Jahren. Anhand von meist unveröffentlichtem Archivmaterial werden hier schwerpunktmäßig die politischen Beziehungen zwischen Litauen und Deutschland seit 1917 geschildert. Es ist symbolisch, dass in diesem Werk zum ersten Mal in Deutschland auch die erst vor kurzem im Politischen Archiv des Auswärtigen Amtes entdeckte Unabhängigkeitserklärung Litauens von 1918 publiziert wird.

     

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